Fachkräftemangel auf Rekordniveau: 86 Prozent der Unternehmen betroffen
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat zwar schon ein historisches Ausmaß erreicht, laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) dürfte er sich jedoch in den kommenden Jahren noch deutlich ausweiten. 2028 könnten voraussichtlich 768.000 Stellen nicht mit ausreichend qualifizierten Fachkräften besetzt werden. 2024 waren es im Schnitt 487.000.
Die Ursachen sind struktureller Natur: Der demografische Wandel führt dazu, dass die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand gehen, während deutlich weniger Nachwuchskräfte nachrücken. Bis 2028 erwartet das Bundesministerium für Arbeit anhaltende Engpässe bei IT-Berufen, Gesundheits- und Pflegeberufen, technischen Berufen und Lehrberufen.
Die digitale Transformation verschärft die Situation zusätzlich: Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften mit Kompetenzen in IT und Datenverarbeitung (30 Prozent der Unternehmen), Human Resources (24 Prozent) sowie Front Office und Kundenservice (21 Prozent). Selbst spezialisierte Bereiche wie Nachhaltigkeit und ESG sind bereits bei 13 bzw. 12 Prozent der Unternehmen ein kritischer Engpass.
Für Personaldienstleister eröffnet diese Entwicklung enorme Chancen: Als Brücke zwischen Bewerbern und Unternehmen können sie durch intelligente Matching-Prozesse und flexible Beschäftigungsmodelle einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.
Konkret kann das bedeuten, dass Unternehmen durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmern ihre vorhandenen Fachkräfte entlasten und somit ein Zeitfenster für die Suche nach qualifizierten Fachkräften schaffen.
